Was sind Private Public Partnerships?

Die Idee ist simpel, die Potenziale vielfältig. Die Anzahl der Private Public Partnerships hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Doch warum strebt die öffentliche Hand immer häufiger Partnerschaften mit privaten Trägern an? Welche Chancen und Risiken ergeben sich für Länder und Kommunen und welche Attraktivität bietet diese Partnerschaft den privaten Unternehmen?
Eine ungewöhnliche Partnerschaft
Geht es um größere Projekte, steht die öffentliche Hand oft vor großen Problemen. Durch die Finanzkrise sind viele Kommunen finanziell immer noch stark geschwächt. Dies führt dazu, dass vor allem finanzierungsintensive Projekte, beispielsweise Bauvorhaben im Bereich des öffentlichen Dienstes oder Infrastrukturinvestitionen nicht durchgeführt werden können. Auch für den Fall, dass Kommunen liquide genug sind solche Vorhaben selbst zu stemmen, haben sie oft nicht das nötige Know-How und fehlende Erfahrung in diesem Bereich. Daraus resultieren eventuelle Planungs- oder Umsetzungsfehler, die zu hohen Folgekosten führen und Budgets weit überziehen. Um dies zu verhindern, arbeitet die öffentliche Hand immer häufiger mit privaten Unternehmen zusammen. Diese bringen die benötigten Geldmittel und das fehlende Know-How mit. Durch langjährige Spezialisierung auf bestimmte Kernbereiche fällt das Endergebnis somit häufig weitaus positiver aus.
Finanzielle Chancen auf allen Seiten
So produktiv die Zusammenarbeit auch ist, Kommunen als auch Firmen können eine gegenseitige Partnerschaft nur anstreben, wenn dadurch ein finanzieller Vorteil entsteht. Gerade die öffentliche Hand muss von Rechts wegen die kostengünstigste Alternative bevorzugen. Durch optimierte Planung und effektiverer Umsetzung seitens der privaten Anbieter sparen Kommunen unterm Strich häufig eine Menge Geld. Für Unternehmen ist eine Partnerschaft vor allem durch den Übergang der “hoheitlichen Aufgabe” besonders interessant. Damit ist gemeint, dass Aufgaben, für deren Erfüllung normalerweise die öffentliche Hand zuständig ist, nun in privater Hand liegen. Private Unternehmen profitieren also durch zukünftige Einnahmen, die aus den Projekten entstehen. Letzteres ist auch für eine dritte Partei interessant – private Investoren. Diese können in Unternehmen mit Private Public Partnerships investieren, um von zukünftigen Gewinnpotenzialen zu profitieren. Besonders im Bereich der Infrastrukturinvestitionen ist dies besonders lukrativ.
Privat Public Partnerships sind kein Allheilmittel
Ob eine Partnerschaft für die öffentliche Hand letztendlich wirklich kostengünstiger ist, muss von vornherein genau kalkuliert werden. Greifen Kommunen allzu leichtfertig auf diese Möglichkeit zurück, könnten ohne Not zukünftige Einnahmen ausbleiben.







