Ein wichtiger Anlagen-Berater für Familienunternehmen: Family Office von Thomas Lloyd

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Der Begriff Family Office, kurz F. O., kommt aus dem angelsächsischen Raum und bezeichnet eine spezielle Dienstleistung, beziehungsweise Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, private Großvermögen zu betreuen. Unter Organisationsformen werden familieneigene Unternehmen mit gebündeltem Familienvermögen oder aber Abteilungen von Banken, deren Hauptaufgabe in Dienstleistungen finanzieller Art für diese Kundengruppe besteht, verstanden.

Ursprünglich wurde F. O. von vermögenden Familien gegründet, deren Wunsch es war, die eigenen unternehmerischen und privaten Vermögenswerte zu bewirtschaften. Allein in Europa existieren über 400 Firmen, die sich auf die Family-Office-Dienstleistungen spezialisiert haben – 750 Unternehmen kümmern sich dabei rein um die Anliegen einer einzigen Familie, auch Single F. O. genannt. Bestes Beispiel ist hierfür die Jacobs Holding aus der Schweiz. Die Single F. O. verwalten dabei Anlagevermögen, die mindestens einen Wert von 100 Millionen US – Dollar aufweisen. Der für Single F. O. empfohlene Mindestbetrag liegt bei 500 Millionen Schweizer Franken.

Multi Family Offices und das Problem privater Banken

Werden zwischen 10 bis 15 Kunden betreut, die ein Vermögen von 25 bis 50 Millionen US – Dollar aufweisen, spricht man auch von Multi Family Offices. Allein in Europa gibt es knapp 2000 dieser Berater. Schweiz, das eigentliche Zentrum der F. O. in Europa, hat nach aktuellem Stand 300 bis 400 Untenehmen dieser Art. Besonders ausländische Kunden schwören auf diese spezielle Form der Vermögensberater.

Seit geraumer Zeit versuchen Geschäfts- und Privatbanken mit eigens gegründeten Multi F. O. Kundschaft zu werben. Unabhängige F. O. kritisieren, dass Banken nicht die nötige Distanz zu Anlageentscheidungen besitzen und lediglich ein Auge auf die Kommissionen geworfen haben. Unabhängige Büros wiederum würden strikt nach Aufwand und nicht nach Gewinnen oder Prozente verrechnen, die die Anlagen abwerfen. Durch die anders ausgelegten Anreizsystem könnten private F. O. ihren Kunden somit eine bessere Betreuung bieten.